Infos und Tipps zur Arbeit in Deutschland

Arbeitsleben > Kompetenzen > Small Talk

Small Talk

Letzte Aktualisierung: 14/04/2015 | Kompetenzen

Definition, Erklärung

Die Bedeutung des Small Talks im Berufsleben und bei der Karriere wird immer noch übersehen. Dabei spielt die Kunst des Small Talkes eine große Rolle beim Knüpfen von Kontakten und beim Netzwerken, bei Gesprächen und auch bei Verhandlungen. Wer diese Kunst der Konversation beherrscht, kann Gespräche locker eröffnen, schnell Gemeinsamkeiten mit seinem Gesprächspartner finden und Sympathien aufbauen, kritische und angespannte Situationen entschärfen und Kontakte so schließen, dass er angenehm im Gedächtnis bleibt.

Nicht jedem ist diese soziale Kompetenz in die Wiege gelegt, doch lässt sie sich durch Übung erlernen. In manchen Berufen, wie im Vertrieb und im Kundenkontakt ist der Small Talk unerläßlich, um erfolgreich zu sein. Typische Situationen sind der Beginn von Gesprächen, im Fahrstuhl, auf Empfängen, Veranstaltungen, Geschäftsessen, aber auch auf dem Gang oder in der Kantine.

Tipps, Checkliste

  • Sondieren Sie die Lage auf einer Veranstaltung. Wer interessiert Sie?
  • Grüßen Sie, stellen Sie sich vor und fragen Sie nach, wenn Sie einen Namen nicht verstanden haben. Das Überreichen der Visitenkarte erleichtert das „Namen merken“. Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit seinem Namen an
  • Sprechen Sie über Alltägliches, wie das Wetter, den Ort und die Gelegenheit des Zusammentreffens an sich, machen Sie ein Kompliment über die Kleidung oder das Äußere des Gesprächspartners
  • Knüpfen Sie an dieser Eröffnung an und fragen Sie nach Details, z.B. wo er die schicke Aktentasche gekauft hat oder wie sie mit den momentanen Wetterturbulenzen zurecht kommt, wie die Anfahrt erfolgte, wie ihm die Veranstaltung gefällt
  • Seien Sie ein guter Zuhörer. Stellen Sie offene Fragen, also Fragen, die nicht nur mit ja oder nein zu beantworten sind. Signalisieren Sie durch Zwischenfragen, Zusammenfassungen, durch „ja“, „Mhm“, „verstehe“ oder einfach durch Kopfnicken oder entsprechende Körpersignale, dass Sie interessiert zuhören
  • Vermeiden Sie es, Monologe über Ihre Lieblingsthemen zu halten. Versuchen Sie vielmehr, Themen zu finden, die Ihren Gesprächspartner interessieren und bei dem Sie sich austauschen können. Aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und aus der Fachwelt, die Urlaubszeit oder die Ausbildung und der Beruf sind geeignete, neutrale Aufhänger
  • Versuchen Sie, mehr über den Anderen zu erfahren
  • Gehen Sie offen, freundlich, mit einem Lächeln im Gesicht auf den Anderen zu und verschränken Sie nicht die Arme. Halten Sie diese am besten in Taillenhöhe locker vor dem Körper, so dass sich die Fingerspitzen leicht berühren
  • Halten Sie Blickkontakt
  • Bauen Sie keine Barrieren durch Tische auf, sondern setzen Sie sich lieber über Eck. Bei Essen lässt sich diese Regel natürlich nicht einhalten
  • Kommunizieren Sie lebhaft. Unterstreichen Sie Ihre Worte durch Gestik und Mimik
  • Seien Sie vorsichtig mit Witzen. Diese werden häufig als Stammtisch-Plauderei verstanden oder auch als verletzend empfunden
  • Vermeiden Sie es im Smalltalk über politische Streitpunkte, Religion, Gehalt, Kritik an der Veranstaltung und sehr private Themen, wie Krankheit oder Ehe- und Partnerschaftsprobleme zu sprechen
  • Achten Sie darauf, nicht anzuecken durch Rechthaberei oder Auffallenwollen um jeden Preis, anzuecken
  • Wenn Sie den Smalltalk verwenden, um ein längeres Sachgespräch oder gar eine Verhandlung zu eröffnen, sollte nicht mehr als 10 bis 15 Prozent der Gesamtzeit für den Smalltalk aufgewendet werden
  • Zum Kennenlernen und Kontakt knüpfen reichen 5 bis maximal 10 Minuten. Beenden Sie dann höflich das Gespräch z.B. mit „Ich habe mich gefreut, Sie kennenzulernen“
  • Und: Trainieren Sie Smalltalk in alltäglichen Situationen an der Bushaltestelle, im Zug, beim Einkaufen, bei privaten Veranstaltungen und lassen Sie sich nicht durch anfängliche Misserfolge entmutigen

Informationsquellen

Literatur