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Eine Unternehmenskultur entwickeln und gestalten

Letzte Aktualisierung: 11/06/2015 | Unternehmen

Definition, Erklärung

Jedes Unternehmen und jede Organisation bildet seine spezifische Kultur, die sich durch Werte, Unternehmensethik, Normen und Denkhaltungen ergibt. Sie zeigt sich im Zusammenleben der darin eingebundenen Mitarbeiter und im Auftreten nach außen. Daraus ergibt sich die Corporate Identity. Zunehmend wird versucht, durch Change Management bzw. Veränderungsmanagement die Unternehmenskultur mithilfe einer gemeinsamen Vision und eines Leitbildes weiter zu entwickeln. Ziel der Unternehmensführung ist es, damit einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Als Beispiel wird hierfür gerne Toyota aufgefürt.

Auch für die Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung spielt die Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Beim sogenannten „Kampf um die Besten“ (war of the talents) ist dies oft ein entscheidendes Kriterium: Man war stolz zur „Siemens-Familie“ zu gehören oder „beim Daimler“ zu sein. Besonders Consultingfirmen werben mit ihrer Kultur. Die „Meckis“ (Mitarbeiter von McKinsey) verkörpern ein bestimmtes Verhalten, das von außen bereits impliziert wird. Wieder anders stellen sich Startups oder kleine IT-Firmen dar, die ihre Innovationsbereitschaft gerne in der Ausstattung ihrer Arbeitsplätze, in hierarchieloser Kommunikation und in ihrem betont lockeren Auftreten demonstrieren. Je besser die Identifikation mit der Unternehmenskultur gelingt, umso mehr trägt dies zur Motivation der Mitarbeiter bei und zu einem guten Betriebsklima. Ausdruck für die Unternehmenskultur ist aber auch die Fehlerkultur, der Umgang mit Verbesserungsvorschlägen und mit personalsensiblen Themen wie Einkommenserhöhungen oder Kündigungen und den Reaktionen auf Widerspruch und Kritik.

In erster Linie gehört es zur Aufgabe der Führungskräfte eines Unternehmens, Visionen zu definieren und diese durch Change Management, Kommunikation sowie durch ihr eigenes Verhalten, den Führungsstil ins Unternehmen einzubringen. Klare Ziele sind dazu notwendig. Eine besondere Herausforderung stellt die Veränderung einer Unternehmenskultur dar. Notwendig wird diese, wenn verschiedene Unternehmen fusionieren – Beispiel Daimler-Chrysler – oder eine neue Marktausrichtung beabsichtigen – Beispiel Telekom.

Tipps, Checkliste

  • Unternehmenskultur lässt sich nicht erzwingen oder in einer Ausbildung lernen. Die ungeschriebenen Gesetze und Verhaltensweisen lassen sich nur im täglichen Erleben und durch aufmerksames Beobachten erlernen. Auch die Geschichte des Unternehmens ist dabei wichtig
  • Unternehmenskultur wird als selbstverständlich und logisch empfunden. Daher erkennen gerade Insider sie nur schwer
  • Unternehmenskultur legt auch den Handlungsspielraum jedes Einzelnen und jeder Organisationseinheit fest. Deshalb kommt es zu Subkulturen und ungeschriebenen Hierarchien und Netzen
  • Kulturwandel und damit Verhaltensänderung braucht Zeit. Mit dem Verabschieden eines Leitbildes und dem Drucken einer Broschüre ist es nicht getan. Vielmehr fängt die eigentliche Arbeit dann erst an. Neue Denk- und Handlungsmuster sind zu entwickeln und aufzubauen
  • Verhaltensänderungen sind am ehesten erzielbar durch Feedbackschleifen mit Beurteilungskriterien
  • Der Nutzen für einen Kulturwandel ist klar heraus zu arbeiten und zu kommunizieren. Ohne Verständnis dafür macht sich sofort Widerstand breit
  • Der Prozess für die Verhaltensänderung ist permanent zu betreiben

Informationsquellen

Literatur



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