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Feedback geben und empfangen

Letzte Aktualisierung: 10/12/2013 | Kompetenzen

Definition, Erklärung

Ursprünglich stammt der Begriff Feedback, auf deutsch Rückkopplung, aus der elektrischen Schaltungstechnik. In der Arbeitswelt ist diese Methode nicht mehr wegzudenken. Sie wird eingesetzt, um Lernvorgänge und Verhaltensveränderungen auszulösen und um zu motivieren. Dabei geht es darum, Verhalten zu analysieren, zu interpretieren und die Wirkung aufzuzeigen. Eine Rückkopplung kann positiv und negativ erfolgen.

Das Feedback besteht zum einen aus Feedback-Geben, also dem Anderen zu sagen, wie Sie ihn sehen und wie er auf Sie wirkt. Das entspricht natürlich einer subjektiven Wahrnehmung, die objektiv gesehen wahr oder falsch sein kann. Zum anderen gehört das Feedback-Nehmen dazu, d.h. zu lernen, wie andere Sie wahrnehmen. So kann Rückkopplung dazu beitragen, störende Verhaltensweisen zu korrigieren. Bewußt und aktiv eingesetzt, fördern Feedbackmaßnahmen eine offene Kommunikation und verbessern die Arbeitsatmosphäre in jeglicher Art der Zusammenarbeit. Eine institutionalisierte Form des Feedbacks besteht in der Mitarbeiterbeurteilung.

Tipps, Checkliste

Für Feedback-Geber

  • Integrieren Sie Feedback in Ihren Arbeitsalltag. Sie erleichtern Kollegen, Mitarbeitern und Führungskräften dadurch die Zusammenarbeit. Doch äussern Sie nicht nur Kritik, sondern zeigen Sie auch auf, was Ihnen gut gefallen hat, was Sie ermutigt und motiviert hat. Besonders eignet sich Feedback am Ende von Arbeitssitzungen und Besprechungen, Projektarbeiten, Präsentationen
  • Äussern Sie Feedback zeitnah und auf konkretes Verhalten bezogen. Sind Sie emotional durch ein Verhalten besonders betroffen, überschlafen Sie es, bevor Sie den Anderen mit Ihrem Feedback konfrontieren
  • Formulieren Sie Ihr Feedback beschreibend und nicht bewertend. Gut eignen sich dafür Ich-Botschaften, wie „Ich denke, dass …“, „Mir hat nicht gefallen, …“, „Mich ärgert, …“. Zeigen Sie Ihre Wertschätzung und stellen Sie nicht die Person in Frage. Deshalb unbedingt sachlich bleiben
  • Machen Sie Vorschläge, wie das Verhalten aussehen könnte
  • Arbeiten Sie mit Bildern und Vergleichen, um auszudrücken, was Sie meinen
  • Verpacken Sie Kritik am besten in ein positives Feedback und formulieren Sie diese als Ihre Empfindung und als Wunsch
  • Verzichten Sie bei positivem Feedback auf Einschränkungen, wie „meistens“ „mehr oder weniger“ und auf Verallgemeinerungen wie „immer“
  • Als Feedback-Geber sollten Sie sich bewußt sein, dass Sie keine Änderungen erzwingen können. Eine Rückkopplung ist ein Angebot, über dessen Annahme der Empfänger entscheidet
  • Geben Sie nicht zu viel Feedback auf einmal. Der Empfänger muss es auch verarbeiten können
  • Überlegen Sie sich vor Abgabe eines Feedbacks Ihre eigenen Motive und die mögliche Reaktion des Feedback-Nehmers. Klären Sie auch, ob er „empfangsbereit“ ist oder vielleicht in einer Situation steckt, die es ihm unmöglich macht, Ihr Feedback aufzunehmen. Beispiele sind Zeitnot, private Probleme, angespannte Atmosphäre, Nervosität
  • Institutionalisieren Sie Feedback und stellen Sie klare Regeln auf, die Sie für alle sichtbar aufschreiben
  • Gutes Feedback abzugeben, ist zu lernen und zu üben. Daher sollte auch das Feedback von Zeit zu Zeit einem Feedback unterworfen werden
  • Achten Sie immer beim Feedback geben auf die Dreiteilung: Beschreibung der eigentlichen Situation (z.B. „Du sagtest, …“), persönliche Bewertung (z.B. „das wirkte auf mich, …“) und Konsequenz (z.B. „das führt bei mir dazu, …“)
  • Geben Sie negatives Feedback unter 4 Augen und nicht vor Dritten ab
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie bei Ihrem Feedback richtig verstanden wurden und überprüfen Sie die Reaktionen

Für Feedback-Nehmer

  • Als Feedback-Nehmer sollten Sie sich bewußt sein, dass das Feedback ein Geschenk des Anderen an Sie ist. Sie erhalten so die Möglichkeit, sich durch die Augen eines Anderen zu sehen, dadurch zu lernen und Ihr Verhalten zu verbessern
  • Hören Sie zu und starten Sie nicht eine Verteidigungsrede
  • Seien Sie offen für die Rückmeldung über Ihr Verhalten
  • Hinterfragen Sie Ihr Verhalten
  • Seien Sie dankbar für das Feedback und sagen Sie das dem Anderen. Nicht alle Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeiter trauen sich und können ein konstruktives Feedback abgeben
  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Dadurch ziehen Sie den größten Nutzen aus dem Feedback
  • Gleichen Sie durch das Feedback Ihr Selbstbild mit dem erhaltenen Fremdbild ab

Informationsquellen

Literatur



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