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Stellenbörse oder Jobbörse

Letzte Aktualisierung: 17/04/2016 | Bewerbung

Definition, Erklärung

Im Rahmen Ihrer Bewerbung sollten Sie auch auf das Angebot von Jobbörsen zurückgreifen, um interessante Ausschreibungen von Stellen zu finden. Eine Stellenbörse umfaßt eine Sammlung von Stellenangeboten, in der Regel verschiedener Unternehmen. Aufgrund der Aktualität und des einfachen Prozedere sind mittlerweile die meisten Stellenangebote im Internet zu finden. Viele Jobbörsen spezialisieren sich auf Branchen und Berufe. Arbeitssuchende haben teilweise die Möglichkeit, ihr Profil zu hinterlegen und sich per e-mail über Stellenangebote informieren zu lassen.

Arten von Jobbörsen:

  • Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit mit dem größten Datenbestand. Dieser Datenbestand wird auch anderen Jobbörsen bereitgestellt und dort benutzerfreundlich aufbereitet
    Beispiele: Rekruter, Jobomat, Backinjob, meinestadt.de
  • Metasuchmaschinen durchsuchen Jobbörsen
    Beispiele: Jobrobot, JOBworld, SimplyHired, Jobster
  • Allgemeine Stellenbörsen mit vielfältigem Angebot hinsichtlich Branchen und Berufen
  • Spezialisierte Jobbörsen wie
    • Regionale Stellenbörsen, die meist auf der Website der Stadt oder Region integriert sind
    • Branchenbezogene Stellenmärkte für spezielle Berufe oder Berufe mit kleinem Arbeitsmarkt
      Beispiele: Hotel-Career, salesjob, IT-Treff
    • Berufsbezogene bzw. ausbildungsbezogene Stellenmärkte
    • Jobbörsen auf Websites von Unternehmen und Institutionen bzw. besondere Job-Portale, die diese absuchen
      Beispiele: Jobscanner, Joboter
    • Jobbörsen von Dachverbänden
    • Altersbezogene Stellenbörsen
    • Europäische und internationale Stellenbörsen, wie z.B. Connexion Emploi
    • Einkommensabhängige Jobbörsen, wie z.B. Experteer.de. Dort finden sich Jobs mit einem Jahreseinkommen von über 60.000 € sowie Zugang zu einem Headhunter Netzwerk
  • Stellenmärkte von Zeitungen und Zeitschriften
  • Jobbörsen von Universitäten und Hochschulen
  • Jobbörsen von Arbeitsvermittlern

Arten von angebotenen Jobs:

Pros und Contras der verschiedenen Stellenbörsen:

  • Generell gilt, dass gegenüber den Stellenanzeigen in den Printmedien eine Suche einfacher, komfortabler und schneller ist
  • Die Jobsuche ist in der Regel kostenlos, bei vielen Jobbörsen ist allerdings ein Login erforderlich
  • Die kostenlosen Jobbörsen – auch das Unternehmen zahlt in diesem Fall für eine Stellenanzeige nichts – sind leider nicht immer auf aktuellstem Stand. Oft ist das Datum der Einstellung der Anzeige nicht ersichtlich. Darunter leidet besonders die Jobbörse der Arbeitsagentur. Diese Jobbörse ist ausserdem vor allem mit „normal qualifizierten“ und „gering qualifizierten“ Stellen bestückt
  • Für die Suche nach Fach- und Führungspositionen empfehlen sich die spezialisierten Jobportale

Die Stellenbörsen finanzieren sich in der Regel dadurch, dass der Anbieter, also das Unternehmen für die Anzeige bezahlt. Dies erfolgt pro Anzeige, einem Abonnement oder auch durch eine Flat-Rate. Für den Suchenden dagegen ist die Nutzung meist kostenlos.

Tipps, Checkliste

  • Als erstes gilt es, aus der Vielzahl der Jobbörsen einige wenige auszuwählen, die für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet sind. In Deutschland gibt es eine Flut von Börsen. Crosswater-Systems weist mehr als 1.800 Einträge auf, die in verschiedene Rubriken gegliedert sind. Bedienen Sie sich im ersten Schritt am besten dieser Sortierung
  • Nutzen Sie zuerst die allgemeinen Stellenbörsen, um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Branchen interessant sind und welche Berufe und Tätigkeiten gesucht werden
  • Konkretisieren Sie Ihre Wunschvorstellungen – Ort, Branche, Beruf, Einkommen. Sie können dann umso zielgenauer suchen
  • Schauen Sie sich die verschiedenen Börsen genau an und verschaffen Sie sich einen persönlichen Eindruck
  • Achten Sie darauf, nicht mehrere Klone der Jobbörse des Arbeitsamts zu nutzen und dadurch mehrmals auf die gleichen Angebote zuzugreifen. Sie erkennen Klone daran, dass auf der Webseite das Logo der Arbeitsagentur erscheint und der Hinweis „in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit“
  • Verlassen Sie sich nicht auf Suchroboter, die wie Suchmaschinen die Jobbörsen durchsuchen. Nicht immer werden alle passenden Angebote gefunden
  • Schalten Sie selbst Stellengesuche oder hinterlegen Sie ein Profil. Verwenden Sie dabei die gleiche Sorgfalt wie bei einer Bewerbung
  • Aktualisieren Sie Ihr Profil regelmäßig
  • Greifen Sie auf die Ergebnisse von Studien zurück, die die Jobbörsen vergleichen
  • Bevor Sie sich auf eine Stellenanzeige bewerben, sollten Sie überprüfen, ob diese noch aktuell ist
  • Achten Sie darauf, welche persönlichen Daten Sie in den Profilen einstellen und ob diese frei zugänglich sind. Bedenken Sie auch, dass mancher Arbeitgeber Ihre elektronische Bewerbung speichert, um evt. später darauf zurück zu greifen
  • Halten Sie die offerierten Wege der Bewerbung ein, wenn Sie eine passende Stellenanzeige gefunden haben. Gibt der Arbeitgeber z.B. auf seiner Website ein Formular zum Ausfüllen vor, sollten Sie dieses verwenden und keine Bewerbungsmappe per Post versenden. Bei der Angabe einer e-Mail-Adresse können Sie Ihre Unterlagen als Online-Bewerbung verschicken. Wenn nichts außer einer Telefonnummer angegeben ist, fragen Sie nach, wie Sie sich bewerben können
  • Nutzen Sie auch die anderen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Jobsuche

Informationsquellen

Literatur

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