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Social Media Marketing (SMM)

Letzte Aktualisierung: 07/01/2014 | Selbständigkeit

Definition, Erklärung

Social Media Marketing (SMM) definiert sich als Werbung über soziale Netzwerke im Internet. Dazu zählen insbesondere Facebook und Twitter. In diesen Netzwerken sind mittlerweile die meisten der Internet-User aktiv.

Das Internet ermöglicht ganz neue Möglichkeiten für Unternehmen, mit seinen Kunden zu kommunizieren und Einfluss auf Kundenentscheidungen zu nehmen. Aber auch die Kunden können sich untereinander austauschen und den Absatz von Produkten gravierend beeinflussen. Man denke hier nur an die Bewertungsmöglichkeiten auf den verschiedenen Einkaufsportalen, z.B. Amazon. Produktmeinungen und Testberichte werden vielfältig abgegeben. Andere Nutzer greifen darauf zurück und entscheiden sich anhand dieser Informationen für oder gegen ein Produkt. Eine Steigerung dieser Möglichkeiten ergibt sich in den sozialen Medien (social media). Im Nu können sich hier Produktinformationen und -erfahrungen weit verbreiten und gelegentlich auch sogenannte Shitstorms entfachen.

Aufgrund dieser Mechanismen wird es für Firmen immer wichtiger, in den sozialen Medien aktiv zu sein. Sie müssen lernen, wie man damit umgeht und richtig auf diese Kundenaktionen reagiert. Schnell entsteht großer Schaden, zumindest beim eigenen Image, wenn eventuell zu langsam und falsch reagiert wird. Es empfiehlt sich, für bestimmte Szenarien entsprechende Strategien zu entwickeln.

Aber vor allem verlagern sich die Werbeanstrengungen und -budgets zunehmend ins Internet. User verlagern ihre Interessen ins Internet, teilen Fotos, Videos und Empfehlungen für Produkte und Dienstleistungen mit Anderen und treten verstärkt in direkte Kommunikation mit den Unternehmen. Mit der klassischen Werbung über Anzeigen in den Printmedien, auf dem Radio oder dem TV werden immer weniger potentielle Kunden erreicht. Und vor allem sind diese Werbeformen nicht mehr vorrangig auf bestimmte Zielgruppen wie z.B. Jugendliche gerichtet. Ganz andere Möglichkeiten bietet dagegen das Internet und hier speziell die sozialen Medien. Zusätzlich veröffentlichen die User hier Daten über sich selbst, wie Alter, Geschlecht, Wohnort, Beruf, Ausbildung, Hobbies und Interessen. Über die Diskussionen mit ihren Freunden ist sogar erfahrbar, mit was sie sich augenblicklich beschäftigen. Nicht selten geben sie auch Empfehlungen zu Produkten ab und werden ihrerseits zu Werbeträgern.

Für Unternehmen ergeben sich dadurch ganz neue Chancen, potentielle Kunden zu erreichen und anzusprechen. Durch die sozialen Medien (social media) wie Facebook, Twitter und den sozialen Businessnetzwerken wie XING und LinkedIn sind Unternehmen und Mitarbeiter gezwungen, sich mit den Möglichkeiten des Internets auseinander zu setzen.

Tipps, Checkliste

  • Was ist Social Media Marketing für Sie und Ihr Unternehmen? Warum sollten Sie SMM einsetzen?
  • Überlegen Sie sich, was Sie durch Social Media Marketing erreichen wollen.
  • Was können und wollen Sie kommunizieren? Können Sie regelmäßig kommunizieren oder fällt es schwer, ständig in den Social Medias aktiv zu sein.
  • Social Media Marketing ist zeitaufwändig. Daher sollten Sie sich v.a. als Existenzgründer klar darüber werden, ob es bereits im ersten Schritt notwendig ist, sich darin zu engagieren. Vielleicht ist es  wichtiger, zuerst nur den eigenen Internetauftritt zu planen und umzusetzen. So erhalten Ihre potentiellen Kunden Informationen über Ihre Dienstleistungen oder Produkte.
  • Wer ist Ihre Zielgruppe und wo kann diese am besten erreicht werden? Wenn Ihre Kunden Jugendliche sind, die sich v.a. bei Facebook  austauschen, dann wird es auch für Sie höchste Zeit, dort mitzumachen. In Zukunft werden immer mehr Menschen mit ihren abgreifbaren Daten dort erreichbar sein.
  • Social Media Marketing ist nur dann wirksam, wenn Sie und Ihre Mitarbeiter authentisch sind. Dazu gehört, dass Sie Ihren richtigen Namen und auch Ihre berufliche Funktion benennen und sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken
  • Beachten Sie, dass Sie durch Veröffentlichung von Meinungen Verantwortung für diese übernehmen müssen. Bleiben Sie daher immer sachlich. Vor jeder Veröffentlichung sollten Sie sich fragen, was Sie erreichen wollen. Sie können unter Umständen belangt werden, wenn Sie geltendes Recht, z.B. Persönlichkeits- und Urheberrechte, durch eine Veröffentlichung verletzten.
  • In den Social Media werden Fehler, Servicemängel, mangelnde Produktqualität sehr schnell kommuniziert. Deshalb müssen Sie ebenfalls und sehr offen kommunizieren, wenn Sie davon betroffen sind. Oft wird ansonsten ein regelrechter „Shitstorm“ ausgelöst, der sich negativ auf Ihr Unternehmen auswirken kann.
  • Als Arbeitgeber müssen Sie sich überlegen, ob eine freie Nutzung der Social Media durch die Mitarbeiter während der Arbeitszeit sinnvoll und wünschenswert ist oder ob Sie die Nutzung einschränken wollen. Das gilt natürlich umso mehr für eine private Nutzung.
  • Definieren Sie Social Media Guidelines. Darin legen Sie fest, wie Ihr Unternehmen mit sozialen Netzwerken umgeht.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über Social Media. Weisen Sie auf Probleme, Auswirkungen und Möglichkeiten hin.
  • Bleiben Sie informiert, was im Internet über Sie und Ihr Unternehmen, aber auch über Ihre Konkurrenz berichtet wird. Dazu eignen sich Google Alerts, das Abonnieren von RSS, Twitter Search, Google Blog Search.

Informationsquellen

Literatur