Führungskraft: Mitarbeiter mit Personalverantwortung
Definition, Erklärung
Eine Führungskraft besetzt in einem Unternehmen oder einer Behörde eine leitende Funktion und hat über andere Mitarbeiter Personalverantwortung. Sie wird durch andere Führungskräfte ernannt und macht damit Karriere.
Ihre Aufgabe ist es, die Mitarbeiter zu führen, zu motivieren und zu entwickeln, Ziele zu definieren, Aufgaben zu delegieren und als Multiplikator für die Kommunikation der Unternehmensaufgaben zu dienen. Insoweit werden einer Führungskraft Vorbildfunktionen und Persönlichkeit zugeschrieben. Daneben ist eine Führungskraft für administrative Aufgaben zuständig wie Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungen, Einstellungsgespräche, Arbeitszeugnisse, Kündigung. Diese Aufgaben erfordern Weiterbildung und zunehmend Coaching.
Tipps, Checkliste
Quelle: RuFuS Infomail, 08.02.2006
- Als Führungskraft übernimmt man eine große Verantwortung. Nicht nur auf der fachlichen Ebene sondern auch auf der sozialen. Daher ist Führungskompetenz auch immer eine Frage der Persönlichkeit
- Neben allem Fachwissen, das ein Manager besitzen mag, sind seine Fähigkeiten im menschlichen Miteinander ganz entscheidend für seinen Erfolg und damit auch für den Erfolg des Unternehmens. Vor allem im Umgang mit seinen Mitarbeitern sollte daher keine Führungskraft außer Acht lassen, das man als Vorgesetzter auch immer nach sozialen Gesichtspunkten beurteilt wird. Nicht nur die Art der Arbeitsaufträge an die Beschäftigten ist wichtig, sondern auch die Form, in der sie erteilt werden
- Dabei kann es zu Problemen kommen, wenn zwar fachliches Verständnis vorhanden ist, das soziale Verhalten aber ungenügend ist. Auf die Loyalität seiner Mitarbeiter kann sich ein Vorgesetzter mit ungenügenden sozialen Kompetenzen nicht verlassen
- Es gilt also, das Vertrauen der Beschäftigten zu gewinnen. Das kann nur geschehen, wenn der Anspruch, der im allgemeinen an Menschen in Führungspositionen gestellt wird, und die Realität nicht allzu weit auseinander klaffen. Denn nach wie vor wird Führungskräften eine Vorbildfunktion zugesprochen, die erfüllt sein will. Um das zu erreichen, ist die Balance zwischen fachlicher und persönlicher Ebene wichtig
- Kommen die sozialen Belange des täglichen Miteinanders zu kurz, nützen auch die profundesten Kenntnisse der Materie nichts. Auf der anderen Seite kann der netteste, menschenfreundlichste Vorgesetzte ohne Fachwissen auch nicht weit kommen. Es zeigt sich also, das soziale und fachliche Kompetenzen einander so ergänzen, dass sie nur gemeinsam erfolgreich genutzt werden können
- Zu den sozialen Fähigkeiten, die eine Führungskraft zwingend braucht, gehören übrigens nicht nur Selbstverständlichkeiten wie gutes Benehmen und respektvoller Umgang mit den Mitmenschen, sondern auch kommunikative Fähigkeiten. Wer mit seinen Mitarbeitern offen und vertrauensvoll kommuniziert, wird als Führungskraft akzeptiert, weil er eben auch seine soziale Position ausfüllt
Presseartikel
Informationsquellen
Literatur, Broschüren
Letzte Aktualisierung: 16.12.2009