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Existenzgründung: Der Weg zum Unternehmer

Letzte Aktualisierung: 03/02/2015 | Arbeitseinstieg

Definition, Erklärung

Die Existenzgründung ist der Weg in die berufliche Selbständigkeit. Neben der Gründung eines neuen Unternehmens kann die Übernahme eines bestehenden Betriebs im Rahmen der Nachfolgeregelung, Franchising, im Rahmen eines Management Buy-Outs oder die Partnerschaft in einem Unternehmen in die Selbständigkeit führen. Zu überlegen ist auch eine Firmengründung im Ausland.

Der Staat fördert die Selbständigkeit aus der Arbeitslosigkeit mit den finanziellen Instrumenten des Gründungszuschusses und dem Einstiegsgeld. Vielfältige Programme, z.T. speziell gerichtet an Akademiker, Handwerker, Studenten, Frauen, unterstützen und begleiten die ersten Schritte in die Selbständigkeit, angefangen von Businessplan Wettbewerben bis zu Beratungen und Schulungen.

Tipps, Checkliste

  • Prüfen Sie vor Ihrem ersten Schritt unbedingt Ihre Eignung zum Existenzgründer und Unternehmer. Mehrere Tests werden dazu angeboten
  • Überlegen Sie sich einen Elevator Pitch. Bringen Sie diesen bei jeder Gelegenheit vor und testen Sie damit wie gut Sie Ihre Idee darstellen können
  • Erarbeiten Sie im Rahmen eines Businessplans so konkret wie möglich Ihre Geschäftsidee und versuchen Sie mit einem Minimum an Ausgaben frühzeitig, die Erfolgsaussichten Ihrer Idee am Markt zu überprüfen
  • Machen Sie sich Gedanken, wie eine Finanzierung erfolgen kann. Möglichkeiten sind: Bootstrapping – also Eigenkapital, Crowdfunding, Business Angel, Venture Capital, Bankkredite
  • Wenn möglich schaffen Sie sich vorher einen finanziellen Spielraum, der Ihnen den Druck des sofortigen Geldverdienens nimmt und damit auch die Zeit gibt, Ihre Idee strategisch zu planen, gut auszuarbeiten und die Markteinführung vorzubereiten
  • Nutzen Sie unbedingt die kostenlosen Angebote der Schulungen und Beratungen
  • Suchen Sie sich Unterstützung und Coaching bei Wirtschaftssenioren
  • Sprechen Sie ab dem ersten Augenblick über Ihr Vorhaben. Damit bauen Sie sich frühzeitig die notwendigen Netzwerke auf und Sie bekommen Feedback, Anregungen und weitere Kontakte. Pflegen Sie von Anfang an eine Aufstellung über Ihre Gespräche und notieren Sie sich die Daten Ihrer Kontakte. Sie schaffen sich damit frühzeitig eine Adressdatei
  • Seien Sie vorsichtig, mit der Herausgabe schriftlicher Materialien zu Ihrem Vorhaben. Geben Sie bei der ersten Kontaktaufnahme nie den vollständigen Businessplan aus den Händen, sondern nur die Executive Summary, also eine Kurzzusammenfassung
  • Erstellen Sie frühzeitig eine Präsentation Ihrer Idee, die Sie jederzeit vortragen können und die Sie fortschreiben mit Entwicklung und Umsetzung Ihrer Geschäftsidee
  • Informieren Sie sich über Ihre Gesprächspartner. Was haben Sie gemacht, was ist ihr Interesse an Ihrem Vorhaben, über welche Erfahrungen und Referenzen verfügen sie? Und vor allem, was bringen sie Ihnen bei der Umsetzung?
  • Zur Erstellung und zum Abschluß von Vereinbarungen und Verträgen sollten Sie unbedingt den Rat und die Unterstützung eines fachkundigen Juristen einholen. Niemals mündliche Vereinbarungen treffen!
  • Schließen Sie betriebliche Versicherungen ab. Eine Schadensersatzforderung kann schnell existenzbedrohend sein, bei hohen Investitionen können Sie bei einem Brand vor einem hohen Schuldenberg stehen

Informationsquellen

Literatur

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