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Ausbildung: Wettbewerb um die besten Nachwuchstalente

Letzte Aktualisierung: 22/12/2017 | Aktuell

Das Phänomen ist jedes Jahr zu beobachten: Große Unternehmen und kleine Firmen gleichermaßen finden keine geeigneten Nachwuchskräfte, zehntausende Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Und gleichzeitig stehen viele Schulabgänger ohne Lehrstelle da, weil sie die Mindestanforderungen nicht erfüllen. Dabei gab es selten so viele Ausbildungsplätze wie 2017: 100 Schulabgänger sahen sich rechnerisch 104,2 Ausbildungsangeboten gegenüber, dokumentiert der Berufsbildungsbericht 2017.

Der Bericht spricht hier distanziert von einem „Passungsproblem“. Das jedoch hat es vermutlich immer gegeben, und es wird sich zweifellos auch in kommenden Jahren zeigen. Wichtiger für die Firmen ist jedoch, wie sie die ausreichend qualifizierten Schulabgänger für eine Ausbildung in ihren Betrieb gewinnen können. Die Konkurrenz ist intensiv, und der Wettbewerb um die Besten ist hart.

Zielgruppengenaue Werbung

Das in Deutschland vielen Berufsausbildungen zugrunde liegende Duale System hat Vor- und Nachteile. Wer gerade die Schule hinter sich gelassen hat, verspürt zunächst wenig Lust, bald wieder zur Berufsschule zu gehen. Da ist die Perspektive, gleich aktiv in den Berufsalltag einzusteigen, doch wesentlich reizvoller. Wer also als Unternehmer passende Auszubildende sucht, tut gut daran, die vor den jungen Leuten liegende Praxis attraktiv darzustellen. Lassen sich hier möglichst schnell positive Erfahrungen sammeln, gewinnen die Berufseinsteiger Spaß an der Arbeit und engagieren sich im neuen Umfeld.

Ist der Arbeitseinstieg für die Berufsanfänger – vom „Lehrling“ bis zum „Trainee“ – abwechslungsreich gestaltet und entsprechend kommuniziert, dürfte sich das auch in der Zahl eingehender Bewerbungen widerspiegeln. Dazu sollten die beliebten Kommunikationskanäle genutzt werden: So erreicht die Information die potenziellen Bewerber am besten, sofern sie zielgruppengerecht und glaubwürdig herübergebracht wird.

Persönlich und glaubwürdig

Ob Facebook oder Website: Um für das einstellende Unternehmen zu werben, lassen sich die Möglichkeiten des Internets hervorragend nutzen. Persönliche Geschichten, Werdegänge und Testimonials von Auszubildenden sind authentische Zeugnisse; sie schaffen Vertrauen und wecken Neugier. Wird ihnen an prominenter Stelle ausreichend Platz auf der Internet-Seite eingeräumt, wie es der Finanzdienstleister Swiss Life Select macht, kann diese neuartige Form der Unternehmenspräsentation die Zielgruppe hervorragend ansprechen.

Der Darstellungsform sind hier kaum Grenzen gesetzt. Es gibt nur eine goldene Regel: Die Ansprache darf nicht anbiedernd und unehrlich sein. Doch ehe man eine Agentur einbindet oder sich in einer vermeintlichen Jugendsprache versucht, die meistens nur unglaubwürdig wirkt, ist das Gespräch mit den Experten zielführender: den Auszubildenden im eigenen Betrieb. Die wissen am besten, was den Ausbildungsgang interessant macht und wie man das in der entsprechenden Altersgruppe vermittelt. Dieses Potenzial zu nutzen, motiviert nicht nur alle Beteiligten, sondern kann ein Weg sein, die Wunschkandidaten zu finden – die es zweifelsohne irgendwo da draußen gibt.